Am vergangenen Wochenende war unsere Abteilung gleich an zwei Tagen bei Veranstaltungen in Aachen vertreten. Beide fanden am gleichen Ort statt, sodass unser Stand nach dem ersten Veranstaltungstag nur wenige Meter weiterziehen musste. Trotzdem waren Vorbereitung, Betreuung und Abbau mit einigem Aufwand verbunden.
Gelohnt hat es sich auf jeden Fall: Wir konnten vielen Menschen den Tischfußballsport näherbringen, interessante Gespräche führen und neue Kontakte knüpfen.
Samstag: Aachen zeigt Engagement
Der Samstag begann früh. Bereits um 7:00 Uhr mussten die ersten Materialien aus dem Vereinsheim abgeholt werden. Als ich das Haus verließ, wurde ich direkt von kräftigem Regen begrüßt. Angesichts der angekündigten Gewitter und möglichen Starkregenereignisse durfte man durchaus kurz daran zweifeln, ob das Wetter an diesem Tag noch mitspielen würde.
Die Wetterprognose hatte auch Folgen für die Veranstaltung: Von 185 angemeldeten Vereinen und Organisationen waren 152 vor Ort. Knapp 20 Prozent hatten ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt. Auch die Besucherzahl war geringer als im Vorjahr. Dennoch war die Veranstaltung insgesamt gut besucht.
Um 8:00 Uhr stand zunächst die Abholung unseres Kickertisches im Café Zuhause auf dem Programm. Da uns die Leichtathleten der Alemannia beim Transport unterstützten, benötigten wir diesmal weder einen eigenen Wagen noch einen Anhänger. Auch einer unserer LeoTische aus dem Vereinsheim musste nicht bewegt werden. Stattdessen kam ein Ulli-Tisch zum Einsatz, der bisher im Café Zuhause stand und am folgenden Tag von einer Fachschaft der FH Aachen abgeholt werden sollte. Dazu später mehr.
Um 9:00 Uhr konnten wir mit dem Aufbau beginnen. Axel Bennemann war pünktlich vor Ort und half tatkräftig mit. Der Pavillon wurde von den Leichtathleten gestellt, was uns die Teilnahme deutlich erleichterte. Nach einer kurzen Verwirrung über den vorgesehenen Stellplatz war innerhalb einer halben Stunde alles aufgebaut.
Die Veranstaltung begann um 12:00 Uhr. Während wir im Vorjahr zu diesem Zeitpunkt bereits die ersten 70 bis 100 Besucher an unserem Stand begrüßen konnten, waren es diesmal wetterbedingt zunächst deutlich weniger. Wenn es in der ersten Phase 20 Besucher waren, war das bereits viel.
Mit zunehmend stabilem Wetter wurde es jedoch schnell voller. Unser Stand war einer der Wegpunkte für ein Preisrätsel. Dadurch kamen zusätzlich regelmäßig Besucher vorbei, um sich ihren Stempel abzuholen. Unabhängig davon interessierten sich zahlreiche Kinder, Jugendliche und Erwachsene für den Kickertisch und wollten selbst einige Bälle spielen.
Wir waren gut beschäftigt mit Mitspielen, Gesprächen und Erklärungen rund um den Tischfußball
Als Fränk Kühtreiber mittags dazukam, rückte für mich eine kurze Pause in greifbare Nähe. Vorher schaute allerdings noch unser Präsident persönlich vorbei. Es gab ein kurzes Gespräch über Themen der Abteilung und dann musste er natürlich ebenfalls an den Kickertisch.
Nach ein paar gemeinsamen Runden blieb anschließend Zeit für einen Rundgang über das Veranstaltungsgelände.
Solche Veranstaltungen sind für uns nicht nur wichtig, um unseren Sport bekannter zu machen. Sie bieten auch die Möglichkeit, Kontakte zu anderen Vereinen und Organisationen zu knüpfen, aus denen später gemeinsame Projekte entstehen können.
Ein besonders wichtiges Gespräch ergab sich am Stand des Stadtsportbundes. Dort bestand die Gelegenheit zu einem Austausch mit der Geschäftsführerin. Unser Engagement im Bereich der Inklusion wird deutlich wahrgenommen. Künftig möchte man sich verstärkt darum bemühen, uns bei geeigneten Fördermöglichkeiten zu unterstützen.
Für unsere Abteilung ist das besonders relevant, weil unser Landesverband nicht dem Landessportbund NRW angehört. Bei vielen Förderprogrammen ist das ein gravierender Nachteil bzw. ein KO-Kriterium. Es gibt jedoch auch Fördermöglichkeiten, bei denen andere Kriterien stärker gewichtet werden, beispielsweise soziale Teilhabe und Inklusion. Hier besteht die Hoffnung, dass wir künftig häufiger berücksichtigt werden können.
Als ich zum Stand zurückkehrte, war Tom Falter bereits eingetroffen und Axel Bennemann hatte sich zwischenzeitlich verabschiedet. Inzwischen herrschte dauerhaft Betrieb. Wir kamen selbst nur noch vereinzelt an den Tisch und konnten meist beobachten, wie sich Kinder und teilweise auch deren Eltern die Bälle um die Ohren schossen.
Besonders schön waren die Begegnungen mit älteren Besuchern. Einige schauten zunächst etwas zurückhaltend, aber sichtbar fasziniert zu. Nach einer direkten Ansprache kamen häufig Erinnerungen an frühere Zeiten auf: Viele hatten selbst einmal auf einem klassischen Kneipenkicker gespielt.
Die meisten ließen sich nicht lange bitten und spielten einige Bälle. Bei manchen war sofort zu sehen, dass man Kickern ähnlich wie Fahrradfahren offenbar nie vollständig verlernt.
Flyer und Visitenkarten fanden ebenfalls zahlreiche Abnehmer. Es würde uns nicht wundern, wenn wir einige der Besucher demnächst bei einem Training im Vereinsheim wiedersehen.
Um 17:00 Uhr endete die Veranstaltung. Fränk Kühtreiber blieb noch eine Weile, um den Umzug zum Standplatz für den folgenden Tag vorzubereiten. Nachdem die Leichtathleten uns die notwendigen Informationen gegeben hatten, trugen Tom Falter, einige späte Besucher und ich den Stand zum neuen Standort.
Nach einigen Absprachen für den Sonntag konnten Tom Falter und ich gegen 18:30 Uhr Feierabend machen – zumindest dachte ich das.
Um 21:00 Uhr war dann noch ein weiterer Besuch am Standplatz nötig, um zusätzliche Sicherungen gegen das angekündigte Unwetter anzubringen. Danach war der erste Tag wirklich abgeschlossen.
Sonntag: Aachener Stadtparklauf 2026
Am Sonntag ging es um 7:30 Uhr weiter. Zunächst musste der Kickertisch gereinigt werden. Danach wurden nach und nach die feuchten Materialien getrocknet.
Da in den frühen Morgenstunden noch nicht mit vielen Besuchern zu rechnen war, blieb Zeit, den Leichtathleten bei den Vorbereitungen zu helfen. Bis zur Ankunft von Oliver Schmitz um 9:00 Uhr kam jedenfalls keine Langeweile auf.
Zu Beginn war es an unserem Stand noch ruhig. Dadurch konnten wir selbst einige Runden spielen und verschiedene Themen rund um das Kickern besprechen. Mit zunehmender Besucherzahl nahm aber auch bei uns der Betrieb zu.
Während Oliver Schmitz den Stand betreute, bot sich erneut die Gelegenheit für einen Rundgang und einige Gespräche mit Sponsoren und weiteren Ausstellern.
Der Aachener Stadtparklauf 2026 war ein voller Erfolg. Insgesamt lagen 1.149 Meldungen vor. Trotz dieser großen Zahl lief die Veranstaltung dank der sehr guten Organisation reibungslos. Ein Lauf nach dem anderen konnte zügig gestartet werden.
Um 11:30 Uhr kam Silke Kirsch zur Unterstützung an den Stand. Dadurch blieb auch Zeit für eine kurze Pause.
Obwohl sehr viele Menschen vor Ort waren, leerte sich das Gelände früher als im Vorjahr. Gegen 13:45 Uhr begannen wir deshalb mit dem Abbau.
Mit dreieinhalb Personen ging das sehr schnell: Nach einer halben Stunde waren Pavillon, Banner und Materialien abgebaut, verpackt und verstaut. Nur der Kickertisch blieb zunächst stehen, da seine Abholung ursprünglich für 16:00 Uhr geplant war.
Silke Kirsch mit kleiner Begleitung und Oliver Schmitz verabschiedeten sich anschließend. Die Abholung des Tisches konnte jedoch vorgezogen werden. Bereits um 15:00 Uhr war der Kicker auf dem Weg zum Technologiezentrum am Europaplatz. Dort wird er künftig von einer Fachschaft der FH Aachen genutzt.
Das ist ein erster kleiner Erfolg unserer Bemühungen, wieder stärkere Kontakte zu den Aachener Hochschulen aufzubauen.
Warum die Zusammenarbeit mit den Hochschulen wichtig ist
Vor der Corona-Pandemie bestand die Aachener Tischfußballszene zu mehr als der Hälfte aus Studierenden. Nach der Pandemie war davon kaum noch etwas übrig. Die damaligen Studierenden hatten Aachen verlassen und die neuen Jahrgänge fanden nur selten den Weg zu uns.
Gerade aus dem studentischen Umfeld kamen früher viele gute und sehr gute Spielerinnen und Spieler. Dazu gehörten spätere Vizeweltmeister, Deutsche Meister sowie noch heute aktive Spieler der ersten und zweiten Bundesliga.
Es ist deshalb ein wichtiges Ziel, den Kontakt zu den Hochschulen neu aufzubauen und wieder mehr Studierende für den Tischfußballsport zu begeistern. Der neue Standort des Kickers bei der FH Aachen ist dafür ein guter Anfang.
Nach einigen weiteren Handgriffen bei den Leichtathleten ging es zurück ins Vereinsheim. Dort mussten das Banner wieder angebracht und die restlichen Materialien verstaut werden.
Um 16:30 Uhr war schließlich Feierabend.
Fazit
Die beiden Tage waren anstrengend. Das gewittrige und zeitweise sehr warme Wetter machte es nicht leichter. Für unsere Abteilung hat sich das Wochenende trotzdem auf jeden Fall gelohnt.
Wir haben viele Menschen erreicht, gute Gespräche geführt und wichtige neue Kontakte geknüpft.
Ein herzlicher Dank geht an Axel Bennemann, Fränk Kühtreiber, Oliver Schmitz, Silke Kirsch mit kleiner Begleitung und Tom Falter für die Unterstützung, sowie an die Leichtathleten der Alemannia für die Hilfe beim Transport, den Pavillon und die gute Zusammenarbeit.